Strompreis in Deutschland heute
Der Börsenstrompreis Stunde für Stunde in Deutschland und Luxemburg (DE), Freitag, 23. Oktober 2026.
Deutschland bildet mit Luxemburg eine gemeinsame Preiszone, DE-LU – der Day-Ahead-Preis auf dieser Seite gilt also für beide Länder. Windkraft ist inzwischen die wichtigste Stromquelle, noch vor Braun- und Steinkohle. An sonnigen, windigen Tagen rutscht der Börsenpreis häufig auf null oder ins Minus; in einer winterlichen Dunkelflaute bestimmen dagegen Gas- und Kohlekraftwerke den Preis, und er zieht deutlich an.
Mit dem Betrag auf der Stromrechnung hat der Börsenpreis nur teilweise zu tun. Netzentgelte, Stromsteuer, Umlagen, Konzessionsabgabe und 19 % Mehrwertsteuer kommen hinzu, und die meisten Haushalte zahlen einen festen Arbeitspreis je Kilowattstunde. Am 15. April 2023 gingen die letzten drei Kernkraftwerke vom Netz; spätestens 2038 soll laut Gesetz auch die Kohleverstromung enden.
Heute kostet Strom im Schnitt 13,8 ct/kWh in Deutschland und Luxemburg (DE).
LiveQuelle: Energi Data Service (Energinet)
Stunde für Stunde
Die drei günstigsten Stunden am Stück sind 21–00 Uhr (Durchschnitt 8,1 ct/kWh). Am teuersten ist es 08–09 Uhr.
Alle Stunden als Tabelle anzeigen
| Stunde | Börsenpreis (ct/kWh) | Mit 19 % MwSt. | Niveau |
|---|---|---|---|
| 00–01 | 17,0 | 20,2 | Teuer |
| 01–02 | 15,8 | 18,8 | Teuer |
| 02–03 | 15,6 | 18,6 | Mittel |
| 03–04 | 15,8 | 18,8 | Teuer |
| 04–05 | 15,3 | 18,2 | Mittel |
| 05–06 | 15,7 | 18,7 | Teuer |
| 06–07 | 17,6 | 20,9 | Teuer |
| 07–08 | 19,4 | 23,1 | Teuer |
| 08–09 | 20,8 | 24,7 | Teuer |
| 09–10 | 18,2 | 21,6 | Teuer |
| 10–11 | 15,1 | 18,0 | Mittel |
| 11–12 | 13,2 | 15,8 | Mittel |
| 12–13 | 11,6 | 13,8 | Günstig |
| 13–14 | 11,0 | 13,1 | Günstig |
| 14–15 | 11,3 | 13,4 | Günstig |
| 15–16 | 11,5 | 13,7 | Günstig |
| 16–17 | 12,2 | 14,5 | Günstig |
| 17–18 | 13,2 | 15,8 | Mittel |
| 18–19 | 13,1 | 15,6 | Mittel |
| 19–20 | 13,0 | 15,5 | Mittel |
| 20–21 | 9,5 | 11,3 | Günstig |
| 21–22 | 8,2 | 9,7 | Günstig |
| 22–23 | 8,9 | 10,6 | Günstig |
| 23–00 | 7,4 | 8,8 | Günstig |
Der Börsenpreis ist der Preis an der Strombörse, der Durchschnitt der vier Viertelstundenpreise einer Stunde, ohne Steuern, Abgaben, Netzentgelte und Mehrwertsteuer.
Woher kommt der Strom in Deutschland gerade?
Stromerzeugung in Deutschland um 00:00 Uhr, nach Energieträgern. Die Zahlen von SMARD hinken 3–4 Stunden hinterher.
Bundesnetzagentur | SMARD.de, CC BY 4.0
Haushaltspreis seit 2023
Durchschnittspreis pro kWh, alles inklusive, für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 2.500–5.000 kWh. Quelle: Eurostat (nrg_pc_204).
Ein Haushalt in Deutschland mit einem Jahresverbrauch von 2.500–5.000 kWh zahlte im 1. Halbjahr 2026 durchschnittlich 36,2 ct/kWh, alles inklusive, 6 % weniger als ein Jahr zuvor (Eurostat).
Die Eurostat-Zahl für jedes Halbjahr, einschließlich Steuern, Abgaben, Netzentgelten und Mehrwertsteuer. Wird zweimal im Jahr aktualisiert.
So funktioniert der Strompreis in Deutschland
Gebotszone DE-LU und die Bundesnetzagentur
Seit dem 1. Oktober 2018 bilden Deutschland und Luxemburg eine eigene Gebotszone. Zuvor gehörte Österreich dazu; getrennt wurde, weil die Kuppelleitungen den unbegrenzten Handel zwischen beiden Ländern nicht tragen konnten. Die Preise für jede Stunde des Folgetags entstehen in der europaweit gekoppelten Day-Ahead-Auktion (SDAC). Die Bundesnetzagentur reguliert die Netze und genehmigt die Entgelte; das Übertragungsnetz betreiben 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW.
Haushalte wählen ihren Lieferanten frei. Wer nie gewechselt hat, wird vom Grundversorger beliefert, also dem Unternehmen mit den meisten Haushaltskunden im Netzgebiet. Seit 2025 muss außerdem jeder Lieferant einen dynamischen Tarif anbieten, der dem Börsenpreis folgt. Voraussetzung ist ein intelligentes Messsystem.
Netzentgelte, Stromsteuer und Umlagen 2026
Der reine Energiepreis macht nur einen Teil der Rechnung aus. Die Netzentgelte legt jeder Netzbetreiber fest, und sie unterscheiden sich von Region zu Region spürbar. Die Stromsteuer beträgt 2,05 ct/kWh; die Senkung ab 2026 gilt nur für das produzierende Gewerbe sowie Land- und Forstwirtschaft, nicht für Privathaushalte. Über die Netzrechnung kommen 2026 die KWKG-Umlage (0,446 ct), die Aufschläge nach § 19 StromNEV (1,559 ct) und die Offshore-Netzumlage (0,941 ct) hinzu. Die Konzessionsabgabe hängt von der Gemeinde ab.
Auf alles zusammen fallen 19 % Mehrwertsteuer an. Die EEG-Umlage, über die Wind- und Solarstrom zwei Jahrzehnte lang auf der Stromrechnung finanziert wurde, liegt seit Juli 2022 bei null; die Förderung kommt seither aus dem Bundeshaushalt.
Wetter, Gaspreis und der Engpass zwischen Nord und Süd
Kein Faktor bewegt den Preis so stark wie das Wetter. Bei kräftigem Wind und Mittagssonne decken die Erneuerbaren fast den gesamten Verbrauch, und besonders an Wochenenden und Feiertagen fällt der Preis unter null. In windstillen, dunklen Winterwochen setzen Gaskraftwerke über viele Stunden den Preis, sodass Gaspreis und CO2-Zertifikate aus dem EU-Emissionshandel direkt durchschlagen.
Dazu kommt das Netz. Ein Großteil des Windstroms entsteht im Norden, große Verbraucher sitzen im Süden und Westen, und der Leitungsbau hinkt hinterher. Die Netzbetreiber müssen dann Kraftwerke vor dem Engpass drosseln und dahinter hochfahren. Die Kosten dieses Redispatch landen in den Netzentgelten, nicht im Börsenpreis.
Viel Wind, weniger Kohle, keine Kernkraft mehr
Windräder an Land in den nördlichen Bundesländern und Offshore-Parks in Nord- und Ostsee liefern den größten Anteil. Die Photovoltaik ist rasant gewachsen, von Dächern in Bayern und Baden-Württemberg bis zu großen Freiflächenanlagen, und prägt von Frühjahr bis Herbst die Mittagsstunden. Braunkohle aus dem Rheinischen und dem Lausitzer Revier sowie importierte Steinkohle tragen zusammen mit Erdgas noch einen großen Teil bei; Biogas und Biomasse liefern gleichmäßig. Wasserkraft spielt vor allem im Alpenvorland eine Rolle, insgesamt aber eine kleine.
Deutschland im europäischen Verbund
Deutschland liegt in der Mitte des kontinentalen Netzes und handelt mit allen Nachbarn. Dänemark hat bei viel Wind oft denselben Preis wie Norddeutschland. Frankreich setzt auf Kernkraft und liefert Strom nach Osten, wenn die Reaktoren gut laufen. Polen ist weit stärker von Kohle abhängig, während Österreich, bis 2018 Teil derselben Preiszone, mit Speicher- und Pumpspeicherkraftwerken in den Alpen ausgleicht.
Deutschland im Vergleich mit den Nachbarländern
2024 verteilte sich die Stromerzeugung in Deutschland so: 27 % Wind, 21 % Kohle, Braunkohle und Torf und 18 % Gas. Wind, Sonne, Wasser, Kernenergie und Bioenergie lieferten in Deutschland zusammen 56 % der Erzeugung.
Bruttostromerzeugung 2024 nach Energieträgern. Quelle: Eurostat (nrg_bal_peh). Pumpspeicherstrom ist abgezogen.
Mein Strompreis: dein eigener Strompreis in Deutschland
Mein Strompreis zeigt die Stundenpreise in Deutschland und Luxemburg (DE) inklusive Steuern, Netzentgelt und Mehrwertsteuer, damit du siehst, was die Stunde wirklich kostet.
Fragen zum Strompreis in Deutschland
- Was kostet Strom in Deutschland heute?
- In Deutschland und Luxemburg (DE) liegt der Börsenpreis heute im Schnitt bei 13,8 ct/kWh. Am günstigsten ist es zwischen 23–00 Uhr mit 7,4 ct/kWh, am teuersten zwischen 08–09 Uhr mit 20,8 ct/kWh. Dazu kommen Netzentgelte, Abgaben und Mehrwertsteuer.
- Was zahlt ein durchschnittlicher Haushalt in Deutschland für Strom?
- Ein Haushalt in Deutschland mit einem Jahresverbrauch von 2.500–5.000 kWh zahlte laut Eurostat im 1. Halbjahr 2026 durchschnittlich 36,2 ct/kWh pro kWh, alles inklusive. Der Preis hängt vom Netzbetreiber und vom Vertrag ab.
- Wie viel des Stroms in Deutschland stammt aus der Quelle „Wind“?
- 2024 stammten 27 % der Stromerzeugung in Deutschland aus der Quelle „Wind“ (Eurostat). Das ist die größte einzelne Quelle.
- Warum ist der Day-Ahead-Preis in Luxemburg derselbe wie in Deutschland?
- Weil beide Länder eine Gebotszone bilden, DE-LU. Das luxemburgische Netz ist eng mit dem deutschen verbunden, und seit der Trennung von Österreich am 1. Oktober 2018 ermittelt die europäische Auktion für beide einen Preis je Stunde. Netzentgelte, Steuern und Mehrwertsteuer unterscheiden sich aber, die Stromrechnungen sind also nicht gleich.
- Wer bekommt einen dynamischen Stromtarif?
- Seit dem 1. Januar 2025 muss jeder Stromlieferant einen Tarif anbieten, der an den Day-Ahead-Preis gekoppelt ist. Nötig ist ein intelligentes Messsystem, das den Verbrauch in kurzen Intervallen erfasst. Netzentgelte, Stromsteuer, Umlagen und Mehrwertsteuer kommen wie gewohnt dazu; sparen lässt sich vor allem, wer Verbrauch wie das Laden des E-Autos oder die Wärmepumpe in günstige Stunden legt.
- Was hat das Ende der Kernkraft 2023 verändert?
- Am 15. April 2023 gingen Isar 2, Emsland und Neckarwestheim 2 vom Netz. Damit endete der nach Fukushima 2011 beschlossene Ausstieg; die Atomstrommenge war durch frühere Abschaltungen bereits stark gesunken. Die Lücke füllen mehr Wind- und Solarstrom, Importe und in manchen Stunden Kohle und Gas. Der Effekt auf den Preis lässt sich kaum vom Rückgang der Gaspreise nach der Krise 2022 trennen.