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Strompreis in Ungarn heute

Der Börsenstrompreis Stunde für Stunde in HU (HU), Freitag, 23. Oktober 2026.

In Ungarn gibt es im Grunde zwei Strompreise. An der Börse HUPX schwankt der Stundenpreis mit Sonne, Importen und Gas und kann an Sommerabenden zu den höchsten in Europa gehören. Die meisten Haushalte bekommen davon nichts mit: Seit 2013 hält die Regierungspolitik der Nebenkostensenkung, rezsicsökkentés, den Preis für Familien weit unter Marktniveau fest.

Seit August 2022 gilt dieser Schutz nur noch bis zum landesweiten Durchschnittsverbrauch; jede Kilowattstunde darüber kostet deutlich mehr.

Hinter beiden Preisen steht ein Stromsystem, das auf dem Kernkraftwerk Paks, einem rasanten Solarausbau und einem großen, dauerhaften Importbedarf beruht.

Heute kostet Strom im Schnitt 85,8 Ft/kWh in HU (HU).

LiveQuelle: Bundesnetzagentur | SMARD.deKurs: EZB 22.10.2026

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Gerade jetzt
96,8
Ft/kWh, 00–01 Uhr
Heute am günstigsten
31,8
13–14 Uhr
Heute am teuersten
115,2
22–23 Uhr
Durchschnitt
85,8
Ft/kWh, ganzer Tag

Stunde für Stunde

Die drei günstigsten Stunden am Stück sind 11–14 Uhr (Durchschnitt 35,2 Ft/kWh). Am teuersten ist es 22–23 Uhr.

Günstig (niedrigstes Drittel)MittelTeuer (höchstes Drittel)
Alle Stunden als Tabelle anzeigen
StundeBörsenpreis (Ft/kWh)Niveau
00–0196,8Mittel
01–0299,4Teuer
02–0397,4Mittel
03–0496,1Mittel
04–0596,9Mittel
05–0693,9Mittel
06–07101,0Teuer
07–08106,6Teuer
08–0992,5Günstig
09–1079,5Günstig
10–1159,8Günstig
11–1241,7Günstig
12–1332,1Günstig
13–1431,8Günstig
14–1545,2Günstig
15–1665,2Günstig
16–1793,1Mittel
17–1890,6Günstig
18–19102,6Teuer
19–20110,8Teuer
20–21110,5Teuer
21–2299,4Mittel
22–23115,2Teuer
23–00100,3Teuer

Der Börsenpreis ist der Preis an der Strombörse, der Durchschnitt der vier Viertelstundenpreise einer Stunde, ohne Steuern, Abgaben, Netzentgelte und Mehrwertsteuer. Umgerechnet mit dem Referenzkurs der EZB vom 22.10.2026: 1 EUR = 366,4300 HUF. Die Kurse der EZB sind frei nutzbar.

Woher kommt der Strom in Ungarn?

Bruttostromerzeugung 2024 nach Energieträgern. Quelle: Eurostat (nrg_bal_peh).

Wind2 %
Solar24 %
Wasserkraft1 %
Kernenergie42 %
Bioenergie5 %
Abfall1 %
Geothermie0 %
Gas19 %
Öl0 %
Kohle, Braunkohle und Torf6 %
Sonstige0 %

Haushaltspreis seit 2023

Durchschnittspreis pro kWh, alles inklusive, für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 2.500–5.000 kWh. Quelle: Eurostat (nrg_pc_204).

Ein Haushalt in Ungarn mit einem Jahresverbrauch von 2.500–5.000 kWh zahlte im 1. Halbjahr 2026 durchschnittlich 42,4 Ft/kWh, alles inklusive, 1 % mehr als ein Jahr zuvor (Eurostat).

Die Eurostat-Zahl für jedes Halbjahr, einschließlich Steuern, Abgaben, Netzentgelten und Mehrwertsteuer. Wird zweimal im Jahr aktualisiert.

So funktioniert der Strompreis in Ungarn

HUPX, MAVIR und die Grundversorgung

Ungarn bildet eine Gebotszone. Der Day-Ahead-Preis entsteht an der Strombörse HUPX in der europäischen Marktkopplung, gemeinsam mit der Slowakei, Rumänien, Österreich und dem übrigen EU-Markt. MAVIR betreibt das Übertragungsnetz und sorgt für den Ausgleich; die Regulierungsbehörde für Energie und Versorgung, MEKH, beaufsichtigt Netze und Tarife.

Die meisten Haushalte beziehen Strom über die Grundversorgung (egyetemes szolgáltatás), die heute das staatliche Unternehmen MVM Next übernimmt. Deren Haushaltspreise legt die Regierung per Verordnung fest, nicht der Markt, und sie haben sich seit Jahren kaum bewegt. Deshalb wirken ungarische Stromrechnungen im europäischen Vergleich so niedrig – erst recht neben deutschen.

Rezsicsökkentés: geschütztes Kontingent und Marktpreis

Der verbilligte Preis wurde ab 2013 in mehreren Stufen eingeführt und galt lange für den gesamten Haushaltsverbrauch. Im Sommer 2022, als die Großhandelspreise explodierten, teilte die Regierung ihn: Bis zum durchschnittlichen Jahresverbrauch eines ungarischen Haushalts gilt weiter der niedrige Preis, alles darüber wird zu einem viel höheren, marktnäheren Preis abgerechnet.

Die Rechnung weist Energie und Netznutzungsentgelte (rendszerhasználati díjak) getrennt aus, die Mehrwertsteuer kommt hinzu. Für gesteuerte Stromkreise, etwa Nachtspeicherheizungen und Boiler, sowie für Wärmepumpen gibt es eigene, günstigere Tarife.

Sonnige Mittage, teure Abende

Die Form der ungarischen Preiskurve bestimmt die Sonne. Mittags übersteigt die Solarerzeugung oft den eigenen Bedarf, der Preis fällt stark und Strom fließt zu den Nachbarn. Nach Sonnenuntergang müssen Gaskraftwerke und Importe die Last decken, und der Preis kann steil steigen – besonders bei Hitzewellen, wenn Klimaanlagen laufen und in der ganzen Region wenig Wind weht.

Revisionen in Paks, der Gaspreis und die Grenzen der Kuppelleitungen sind die weiteren Treiber. In den vergangenen Sommern lagen die Abendpreise in Ungarn und seinen südöstlichen Nachbarn zeitweise weit über denen in Österreich und Deutschland.

Paks, Solarparks und Gas

Die vier Reaktoren in Paks an der Donau südlich von Budapest liefern seit Langem den größten Einzelanteil des ungarischen Stroms. Zwei neue Blöcke, bekannt als Paks II, sind am selben Standort geplant. Die Photovoltaik ist binnen weniger Jahre von der Nische zur Hauptquelle aufgestiegen, mit großen Freiflächenanlagen ebenso wie mit Dachanlagen.

Gaskraftwerke decken einen Großteil des Rests und setzen abends den Preis. Das Braunkohlekraftwerk Mátra im Nordosten ist das letzte größere Kohlekraftwerk. Windkraft blieb marginal, seit 2016 strenge Standortregeln eingeführt wurden, und Wasserkraft spielt in einem so flachen Land kaum eine Rolle.

Nettoimporteur inmitten vieler Nachbarn

Ungarn erzeugt deutlich weniger Strom, als es verbraucht, und schließt die Lücke mit Importen, vor allem aus dem Norden. Die Slowakei liefert Atomstrom über die Donau, Österreich Wasserkraft aus den Alpen und Wind. Im Osten setzt Rumänien auf Wasser-, Kern- und Kohlekraft, im Südwesten teilt sich Kroatien ein Kernkraftwerk mit Slowenien und verfügt über reichlich Wasserkraft.

Durch Ungarn fließt so viel Strom, dass die Kapazität der Grenzleitungen oft darüber entscheidet, ob der ungarische Preis bei den Nachbarn bleibt oder sich von ihnen löst.

Ungarn im Vergleich mit den Nachbarländern

2024 verteilte sich die Stromerzeugung in Ungarn so: 42 % Kernenergie, 24 % Solar und 19 % Gas. Wind, Sonne, Wasser, Kernenergie und Bioenergie lieferten in Ungarn zusammen 74 % der Erzeugung.

UngarnKernenergie 42 %, Solar 24 %
ÖsterreichWasserkraft 53 %, Wind 12 %
SlowakeiKernenergie 62 %, Wasserkraft 15 %
RumänienWasserkraft 26 %, Kernenergie 21 %
KroatienWasserkraft 43 %, Gas 21 %

Bruttostromerzeugung 2024 nach Energieträgern. Quelle: Eurostat (nrg_bal_peh). Pumpspeicherstrom ist abgezogen.

Mein Strompreis deckt Ungarn noch nicht ab

Mein Strompreis zeigt Stundenpreise für diese Länder: Dänemark, Norwegen, Schweden, Deutschland, Frankreich, Niederlande und Belgien.

Mein Strompreis

Mein Strompreis gibt es für Dänemark, Norwegen, Schweden, Deutschland, Frankreich, die Niederlande und Belgien.

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Fragen zum Strompreis in Ungarn

Was kostet Strom in Ungarn heute?
In HU (HU) liegt der Börsenpreis heute im Schnitt bei 85,8 Ft/kWh. Am günstigsten ist es zwischen 13–14 Uhr mit 31,8 Ft/kWh, am teuersten zwischen 22–23 Uhr mit 115,2 Ft/kWh. Dazu kommen Netzentgelte, Abgaben und Mehrwertsteuer.
Was zahlt ein durchschnittlicher Haushalt in Ungarn für Strom?
Ein Haushalt in Ungarn mit einem Jahresverbrauch von 2.500–5.000 kWh zahlte laut Eurostat im 1. Halbjahr 2026 durchschnittlich 42,4 Ft/kWh pro kWh, alles inklusive (rund 11,4 ct/kWh zum heutigen Kurs). Der Preis hängt vom Netzbetreiber und vom Vertrag ab.
Wie viel des Stroms in Ungarn stammt aus der Quelle „Kernenergie“?
2024 stammten 42 % der Stromerzeugung in Ungarn aus der Quelle „Kernenergie“ (Eurostat). Das ist die größte einzelne Quelle.
Was ist rezsicsökkentés?
Die Politik der ungarischen Regierung zur Senkung der Wohnnebenkosten, ab 2013 schrittweise eingeführt. Beim Strom bedeutet sie, dass Haushalte in der Grundversorgung bis zum durchschnittlichen Jahresverbrauch einen per Verordnung festgelegten Preis weit unter Marktniveau zahlen. Die Differenz tragen Staat und MVM.
Was passiert, wenn ein ungarischer Haushalt mehr als den Durchschnitt verbraucht?
Seit August 2022 wird der Verbrauch oberhalb des Landesdurchschnitts zu einem deutlich höheren, marktbasierten Preis abgerechnet. Große Familien, Haushalte mit Elektroheizung und Besitzer von E-Autos zahlen für die zusätzlichen Kilowattstunden daher spürbar mehr. Für gesteuerte Stromkreise und Wärmepumpen gelten eigene Regeln.
Warum importiert Ungarn so viel Strom?
Die heimische Erzeugung hat mit dem Verbrauch nicht Schritt gehalten. Paks läuft bereits unter Volllast, Solaranlagen liefern vor allem mittags, und Gaskraftwerke sind teuer im Betrieb. Importe aus der Slowakei, Österreich und anderen Nachbarländern sind oft günstiger, besonders nachts, und decken deshalb einen großen Teil des Bedarfs.