Strompreis in Schweden heute
Der Börsenstrompreis Stunde für Stunde in Südschweden (SE4) und Mittelschweden (SE3), Freitag, 23. Oktober 2026.
Während Deutschland mit Luxemburg eine einzige Preiszone bildet, ist Schweden seit dem 1. November 2011 in vier Gebotszonen geteilt, SE1 bis SE4. Dieselbe Stunde kann in Luleå deutlich weniger kosten als in Malmö. Erzeugt wird der Strom vor allem im Norden, an den großen Flüssen und in Windparks; verbraucht wird er überwiegend im Süden rund um Stockholm, Göteborg und Malmö.
Die Stundenpreise auf dieser Seite gelten für SE3 (Stockholm) und SE4 (Malmö), die beiden südlichen Zonen, in denen die meisten Menschen leben. Die nördlichen Zonen liegen meist auf dem Niveau von SE3 oder darunter: Sind die Leitungen nach Süden ausgelastet, bleibt der Überschuss im Norden, und der Preis dort fällt.
Heute kostet Strom im Schnitt 164,9 öre/kWh in Südschweden (SE4) und 96,5 öre/kWh in Mittelschweden (SE3).
LiveQuelle: Energi Data Service (Energinet)Kurs: EZB 22.10.2026
Die Seite zeigt nur Südschweden (SE4) und Mittelschweden (SE3). Die Preise der übrigen Gebotszonen in Schweden dürfen nicht frei weiterverwendet werden.
Stunde für Stunde
Die drei günstigsten Stunden am Stück sind 21–00 Uhr (Durchschnitt 93,8 öre/kWh). Am teuersten ist es 07–08 Uhr.
Alle Stunden als Tabelle anzeigen
| Stunde | Börsenpreis (öre/kWh) | Mit 25 % MwSt. | Niveau |
|---|---|---|---|
| 00–01 | 188,3 | 235,3 | Teuer |
| 01–02 | 177,3 | 221,7 | Mittel |
| 02–03 | 173,5 | 216,9 | Mittel |
| 03–04 | 175,9 | 219,9 | Mittel |
| 04–05 | 173,7 | 217,1 | Mittel |
| 05–06 | 182,3 | 227,8 | Teuer |
| 06–07 | 207,6 | 259,5 | Teuer |
| 07–08 | 252,0 | 315,0 | Teuer |
| 08–09 | 250,3 | 312,8 | Teuer |
| 09–10 | 216,7 | 270,9 | Teuer |
| 10–11 | 184,1 | 230,1 | Teuer |
| 11–12 | 156,0 | 195,0 | Günstig |
| 12–13 | 135,2 | 169,0 | Günstig |
| 13–14 | 124,7 | 155,9 | Günstig |
| 14–15 | 135,5 | 169,4 | Günstig |
| 15–16 | 156,7 | 195,9 | Mittel |
| 16–17 | 171,9 | 214,9 | Mittel |
| 17–18 | 178,8 | 223,5 | Teuer |
| 18–19 | 174,4 | 218,0 | Mittel |
| 19–20 | 152,3 | 190,3 | Günstig |
| 20–21 | 108,7 | 135,9 | Günstig |
| 21–22 | 93,9 | 117,3 | Günstig |
| 22–23 | 101,7 | 127,2 | Günstig |
| 23–00 | 85,7 | 107,1 | Günstig |
Der Börsenpreis ist der Preis an der Strombörse, der Durchschnitt der vier Viertelstundenpreise einer Stunde, ohne Steuern, Abgaben, Netzentgelte und Mehrwertsteuer. Umgerechnet mit dem Referenzkurs der EZB vom 22.10.2026: 1 EUR = 11,1120 SEK. Die Kurse der EZB sind frei nutzbar.
Die drei günstigsten Stunden am Stück sind 21–00 Uhr (Durchschnitt 47,3 öre/kWh). Am teuersten ist es 07–08 Uhr.
Alle Stunden als Tabelle anzeigen
| Stunde | Börsenpreis (öre/kWh) | Mit 25 % MwSt. | Niveau |
|---|---|---|---|
| 00–01 | 82,7 | 103,3 | Mittel |
| 01–02 | 77,8 | 97,3 | Günstig |
| 02–03 | 76,5 | 95,6 | Günstig |
| 03–04 | 76,8 | 96,1 | Günstig |
| 04–05 | 70,2 | 87,7 | Günstig |
| 05–06 | 75,9 | 94,9 | Günstig |
| 06–07 | 109,1 | 136,4 | Teuer |
| 07–08 | 164,5 | 205,7 | Teuer |
| 08–09 | 164,4 | 205,5 | Teuer |
| 09–10 | 144,2 | 180,2 | Teuer |
| 10–11 | 124,3 | 155,3 | Teuer |
| 11–12 | 107,4 | 134,3 | Mittel |
| 12–13 | 94,9 | 118,6 | Mittel |
| 13–14 | 88,7 | 110,8 | Mittel |
| 14–15 | 95,2 | 118,9 | Mittel |
| 15–16 | 107,0 | 133,7 | Mittel |
| 16–17 | 116,7 | 145,9 | Teuer |
| 17–18 | 120,8 | 151,0 | Teuer |
| 18–19 | 118,0 | 147,5 | Teuer |
| 19–20 | 102,4 | 128,0 | Mittel |
| 20–21 | 55,4 | 69,3 | Günstig |
| 21–22 | 48,7 | 60,8 | Günstig |
| 22–23 | 49,3 | 61,6 | Günstig |
| 23–00 | 44,0 | 54,9 | Günstig |
Der Börsenpreis ist der Preis an der Strombörse, der Durchschnitt der vier Viertelstundenpreise einer Stunde, ohne Steuern, Abgaben, Netzentgelte und Mehrwertsteuer. Umgerechnet mit dem Referenzkurs der EZB vom 22.10.2026: 1 EUR = 11,1120 SEK. Die Kurse der EZB sind frei nutzbar.
Woher kommt der Strom in Schweden?
Bruttostromerzeugung 2024 nach Energieträgern. Quelle: Eurostat (nrg_bal_peh).
Haushaltspreis seit 2023
Durchschnittspreis pro kWh, alles inklusive, für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 2.500–5.000 kWh. Quelle: Eurostat (nrg_pc_204).
Ein Haushalt in Schweden mit einem Jahresverbrauch von 2.500–5.000 kWh zahlte im 1. Halbjahr 2026 durchschnittlich 330,4 öre/kWh, alles inklusive, 12 % mehr als ein Jahr zuvor (Eurostat).
Die Eurostat-Zahl für jedes Halbjahr, einschließlich Steuern, Abgaben, Netzentgelten und Mehrwertsteuer. Wird zweimal im Jahr aktualisiert.
So funktioniert der Strompreis in Schweden
Vier Zonen im nordischen Strommarkt
Schwedischer Strom wird am nordischen Day-Ahead-Markt gehandelt, der mit dem übrigen Europa gekoppelt ist. Täglich gegen Mittag entstehen die Preise für den Folgetag, Zone für Zone. Reicht die Leitungskapazität zwischen zwei Zonen, gleichen sich ihre Preise an; ist sie erschöpft, laufen sie auseinander. Die Aufteilung geht auf ein Wettbewerbsverfahren der EU-Kommission zurück: Schweden hatte Exporte nach Dänemark gedrosselt, um Engpässe im eigenen Netz zu überdecken.
Svenska kraftnät betreibt das Übertragungsnetz. Die Regulierungsbehörde Energimarknadsinspektionen (Ei) überwacht den Markt und begrenzt die Erlöse der örtlichen Netzbetreiber. Einen regulierten Haushaltstarif gibt es nicht: Man wählt zwischen variablem Monatspreis, Festpreis oder einem Vertrag, der dem Spotpreis Stunde für Stunde folgt.
Energiesteuer, Netzentgelt und Mehrwertsteuer
Die schwedische Rechnung besteht aus zwei Teilen. Der Lieferant berechnet den Strom selbst, zum Spot- oder Vertragspreis plus Aufschlag. Der örtliche Netzbetreiber, in seinem Gebiet ein Monopol, erhebt ein Netzentgelt mit einem festen Jahresbetrag, der mit der Größe der Hauptsicherung steigt, und einem Arbeitspreis je kWh; manche rechnen zusätzlich Leistungsspitzen ab.
Die Energiesteuer beträgt 2026 36,0 Öre je kWh, gesenkt von 43,9 Öre zum 1. Januar 2026. In Norrbotten, Västerbotten und Jämtland sowie in einigen nördlichen Gemeinden zahlen Haushalte 9,6 Öre weniger. Auf alles, auch auf die Steuer, kommen 25 % Mehrwertsteuer. Umlagen wie in Deutschland gibt es auf der schwedischen Rechnung nicht.
Schneeschmelze, Reaktoren und Seekabel
Das Wasser entscheidet viel. Ein nasser Herbst und eine kräftige Schneeschmelze füllen die Speicher und drücken die Preise im ganzen Norden, ein trockenes Jahr bewirkt das Gegenteil. Viel Wind senkt die Preise zusätzlich, besonders im Norden. Für den Süden zählt die Kernkraft: Steht ein großer Reaktor zur Revision still, spüren SE3 und SE4 das sofort.
SE4 ist am engsten mit dem Kontinent verbunden. Seekabel nach Deutschland, Polen, Litauen und Dänemark ziehen den Preis an kalten, windstillen Tagen in Richtung des europäischen Niveaus, das dann oft Gaskraftwerke bestimmen. Elektrische Heizungen treiben die Nachfrage im Winter zusätzlich.
Wasserkraft, Kernkraft und viel neuer Wind
Wasserkraft aus den großen Flüssen Norrlands ist die wichtigste Quelle, und ihre Speicher machen das System sehr flexibel. Dahinter folgt die Kernkraft mit sechs Reaktoren in Forsmark, Ringhals und Oskarshamn, alle in SE3. Die Windkraft ist im vergangenen Jahrzehnt rasch gewachsen, vor allem in der nördlichen Landeshälfte.
Biomasse-Heizkraftwerke liefern vor allem im Winter, Solarstrom wächst von niedrigem Niveau aus. Fossile Brennstoffe spielen in der schwedischen Erzeugung praktisch keine Rolle, und über das Jahr exportiert Schweden deutlich mehr Strom, als es einführt.
Schweden zwischen Norwegen, Finnland und Deutschland
Jeder Nachbar setzt auf etwas anderes. Norwegen erzeugt fast nur Wasserkraft und liegt preislich oft nahe an Nordschweden. Finnland stützt sich auf Kernkraft und Wind und ist mit SE1 und SE3 verbunden. Dänemark lebt vom Wind und hängt über den Öresund eng an SE4, weshalb Malmö und Kopenhagen oft denselben Preis zahlen.
Über das Baltic Cable nach Deutschland, SwePol nach Polen und NordBalt nach Litauen ist SE4 mit Märkten verbunden, in denen Kohle und Gas noch viele Preise setzen. Das erklärt einen großen Teil des Abstands zwischen Malmö und Luleå.
Schweden im Vergleich mit den Nachbarländern
2024 verteilte sich die Stromerzeugung in Schweden so: 37 % Wasserkraft, 29 % Kernenergie und 24 % Wind. Wind, Sonne, Wasser, Kernenergie und Bioenergie lieferten in Schweden zusammen 99 % der Erzeugung.
Bruttostromerzeugung 2024 nach Energieträgern. Quelle: Eurostat (nrg_bal_peh). Pumpspeicherstrom ist abgezogen.
Mein Strompreis: dein eigener Strompreis in Schweden
Mein Strompreis zeigt die Stundenpreise in Südschweden (SE4) und Mittelschweden (SE3) inklusive Steuern, Netzentgelt und Mehrwertsteuer, damit du siehst, was die Stunde wirklich kostet.
Fragen zum Strompreis in Schweden
- Was kostet Strom in Schweden heute?
- In Südschweden (SE4) liegt der Börsenpreis heute im Schnitt bei 164,9 öre/kWh. Am günstigsten ist es zwischen 23–00 Uhr mit 85,7 öre/kWh, am teuersten zwischen 07–08 Uhr mit 252,0 öre/kWh. Dazu kommen Netzentgelte, Abgaben und Mehrwertsteuer.
- Was zahlt ein durchschnittlicher Haushalt in Schweden für Strom?
- Ein Haushalt in Schweden mit einem Jahresverbrauch von 2.500–5.000 kWh zahlte laut Eurostat im 1. Halbjahr 2026 durchschnittlich 330,4 öre/kWh pro kWh, alles inklusive (rund 30,6 ct/kWh zum heutigen Kurs). Der Preis hängt vom Netzbetreiber und vom Vertrag ab.
- Wie viel des Stroms in Schweden stammt aus der Quelle „Wasserkraft“?
- 2024 stammten 37 % der Stromerzeugung in Schweden aus der Quelle „Wasserkraft“ (Eurostat). Das ist die größte einzelne Quelle.
- Warum zeigt die Seite nur SE3 und SE4?
- Die Strombörse veröffentlicht Preise für alle vier schwedischen Zonen, doch die Preise für SE1 und SE2 dürfen nicht frei weiterverbreitet werden. Gezeigt werden deshalb die beiden südlichen Zonen, in denen die meisten Menschen wohnen. SE1 und SE2 sind in der Regel genauso günstig wie SE3 oder günstiger.
- Hängt das Netzentgelt von der Gebotszone ab?
- Nein. Das Netzentgelt legt der örtliche Netzbetreiber im Rahmen der Vorgaben von Ei fest; es hängt vom Betreiber und von der Größe der Hauptsicherung ab. Zwei Nachbarn beiderseits einer Zonengrenze können dasselbe Netzentgelt, aber unterschiedliche Spotpreise zahlen.
- Wer zahlt die niedrigere Energiesteuer?
- Haushalte in den Provinzen Norrbotten, Västerbotten und Jämtland sowie in bestimmten Gemeinden im Norden von Västernorrland, Gävleborg, Dalarna und Värmland zahlen 9,6 Öre je kWh weniger als den Normalsatz. Maßgeblich ist die Adresse, nicht die Gebotszone.