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Strompreis in der Schweiz heute

Der Börsenstrompreis Stunde für Stunde in CH (CH), Freitag, 23. Oktober 2026.

Die Schweiz erzeugt mehr als die Hälfte ihres Stroms aus Wasserkraft und einen grossen Teil des Rests in vier Kernreaktoren; die Photovoltaik wächst rasch. Obwohl das Land mitten im europäischen Verbundnetz liegt, ist es nicht an die Marktkopplung der EU angeschlossen: Die Schweizer Day-Ahead-Auktion läuft separat, und aus ihr stammt der Preis auf dieser Seite.

Für die meisten Haushalte spielt dieser Grosshandelspreis nur indirekt eine Rolle. Sie können ihren Lieferanten nicht wählen, sondern sind in der Grundversorgung ihres örtlichen Elektrizitätswerks. Dessen Tarif wird einmal jährlich für das folgende Kalenderjahr festgelegt und von der Eidgenössischen Elektrizitätskommission ElCom überwacht. Darum unterscheiden sich die Strompreise von Gemeinde zu Gemeinde und folgen dem Markt mit Verzögerung.

Heute kostet Strom im Schnitt 21,5 Rp./kWh in CH (CH).

LiveQuelle: Bundesnetzagentur | SMARD.deKurs: EZB 22.10.2026

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Rp./kWh, 00–01 Uhr
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23,0
08–09 Uhr
Durchschnitt
21,5
Rp./kWh, ganzer Tag

Stunde für Stunde

Die drei günstigsten Stunden am Stück sind 02–05 Uhr (Durchschnitt 19,9 Rp./kWh). Am teuersten ist es 08–09 Uhr.

Günstig (niedrigstes Drittel)MittelTeuer (höchstes Drittel)
Alle Stunden als Tabelle anzeigen
StundeBörsenpreis (Rp./kWh)Niveau
00–0120,2Günstig
01–0220,1Günstig
02–0320,2Günstig
03–0419,7Günstig
04–0519,8Günstig
05–0621,4Mittel
06–0723,0Teuer
07–0823,0Teuer
08–0923,0Teuer
09–1022,4Teuer
10–1122,4Teuer
11–1222,3Mittel
12–1321,3Mittel
13–1421,2Günstig
14–1521,0Günstig
15–1621,4Mittel
16–1721,9Mittel
17–1822,6Teuer
18–1922,9Teuer
19–2022,5Teuer
20–2122,0Mittel
21–2221,5Mittel
22–2320,6Günstig
23–0018,9Günstig

Der Börsenpreis ist der Preis an der Strombörse, der Durchschnitt der vier Viertelstundenpreise einer Stunde, ohne Steuern, Abgaben, Netzentgelte und Mehrwertsteuer. Umgerechnet mit dem Referenzkurs der EZB vom 22.10.2026: 1 EUR = 0,9211 CHF. Die Kurse der EZB sind frei nutzbar.

Woher kommt der Strom in der Schweiz?

Bruttostromerzeugung 2025 nach Energieträgern. Quelle: BFE.

Wind0 %
Solar12 %
Wasserkraft56 %
Kernenergie27 %
Wärmekraft5 %

So funktioniert der Strompreis in der Schweiz

Eigene Auktion, Marktzugang nur für Grossverbraucher

Weil die Schweiz nicht zum EU-Strombinnenmarkt gehört, wird ihr Day-Ahead-Preis nicht gemeinsam mit den gekoppelten europäischen Zonen berechnet, und die Kapazität an den Grenzen wird gesondert vergeben. Swissgrid besitzt und betreibt das Übertragungsnetz. Seit 2009 ist der Markt nur für Endverbraucher mit mindestens 100 MWh Jahresverbrauch offen. Alle anderen, also auch sämtliche Privathaushalte, bleiben beim lokalen Netzbetreiber, von denen es mehrere Hundert gibt, vom städtischen Werk bis zur kleinen Gemeindeversorgung.

Die ElCom prüft Netz- und Energietarife in der Grundversorgung und kann Senkungen verfügen. Das im Juni 2024 an der Urne angenommene Stromgesetz beschleunigt vor allem den Ausbau der erneuerbaren Energien; die Marktöffnung für Haushalte brachte es nicht.

Energie, Netznutzung, Abgaben und Netzzuschlag

Eine Schweizer Stromrechnung, in Rappen pro Kilowattstunde, besteht aus vier Hauptteilen: dem Energietarif, dem Entgelt für die Netznutzung, Abgaben an Gemeinde oder Kanton und dem Netzzuschlag des Bundes, aus dem erneuerbare Energien und die Sanierung von Gewässern gefördert werden. Seit der Energiekrise kommt ein Beitrag für die Stromreserve im Winter hinzu, zuletzt die Mehrwertsteuer.

Die Werke müssen den Energietarif an den Kosten ihrer eigenen Produktion und ihrer Beschaffung ausrichten. Eine Gemeinde mit eigenen Wasserkraftwerken kann deshalb deutlich weniger zahlen als eine, deren Werk den Strom grösstenteils am Markt einkauft. Die ElCom veröffentlicht die Tarife aller Netzbetreiber, sodass sie sich vergleichen lassen.

Schneeschmelze, Winterimporte und die Preise der Nachbarn

Das Wasser bestimmt den Jahresverlauf. Im Spätfrühling und Sommer füllt das Schmelzwasser Stauseen und Flüsse, die Laufwasserkraftwerke produzieren voll, und die Schweiz exportiert meist Strom. Im Winter sinkt die Wasserführung, die Speicherseen werden geleert, und das Land importiert in der Regel; dann orientiert sich der Preis stark an Deutschland und Frankreich. Speicherkraftwerke laufen in den teuersten Stunden, und ob die Kernkraftwerke am Netz sind, zählt vor allem im Winter. Über den Handel wirken Gaspreis und Wetter der Nachbarländer direkt auf den Schweizer Preis.

Laufwasser, Speicherseen und vier Reaktoren

Laufwasserkraftwerke an Rhein, Aare und Rhone liefern rund um die Uhr, während Speicherkraftwerke im Wallis, in Graubünden und anderen Alpenkantonen Wasser hinter hohen Staumauern wie der Grande Dixence zurückhalten. Das 2022 in Betrieb genommene Pumpspeicherwerk Nant de Drance bringt zusätzliche Flexibilität. Kernenergie liefern die zwei Reaktoren in Beznau sowie Gösgen und Leibstadt; Mühleberg wurde Ende 2019 stillgelegt, und Beznau 1 aus dem Jahr 1969 gehört zu den ältesten laufenden Reaktoren der Welt. Solaranlagen verbreiten sich schnell, Windkraft bleibt eine Randerscheinung.

Drehscheibe zwischen Deutschland, Frankreich und Italien

Die Schweiz ist ein Knotenpunkt des europäischen Netzes mit zahlreichen grenzüberschreitenden Leitungen. Aus Deutschland kommen Wind-, Solar- und Kohlestrom, aus Frankreich vor allem Atomstrom, und ein grosser Teil des Stroms, der nach Italien fliesst, nimmt den Weg durch Schweizer Leitungen. Am ähnlichsten ist Österreich mit seiner alpinen Wasserkraft, allerdings ohne Kernkraft und als vollwertiger Teil der EU-Marktkopplung.

Schweiz im Vergleich mit den Nachbarländern

2025 verteilte sich die Stromerzeugung in der Schweiz so: 56 % Wasserkraft, 27 % Kernenergie und 12 % Solar. Wind, Sonne, Wasser, Kernenergie und Bioenergie lieferten in der Schweiz zusammen 95 % der Erzeugung.

SchweizWasserkraft 56 %, Kernenergie 27 %
DeutschlandWind 27 %, Kohle, Braunkohle und Torf 21 %
FrankreichKernenergie 67 %, Wasserkraft 12 %
ItalienGas 44 %, Wasserkraft 19 %
ÖsterreichWasserkraft 53 %, Wind 12 %

Bruttostromerzeugung 2025 nach Energieträgern. Quelle: Eurostat (nrg_bal_peh). Pumpspeicherstrom ist abgezogen. Schweiz: BFE, Schweizerische Elektrizitätsbilanz; Speicherwasserkraft enthält Pumpspeicher.

Mein Strompreis deckt Schweiz noch nicht ab

Mein Strompreis zeigt Stundenpreise für diese Länder: Dänemark, Norwegen, Schweden, Deutschland, Frankreich, Niederlande und Belgien.

Mein Strompreis

Mein Strompreis gibt es für Dänemark, Norwegen, Schweden, Deutschland, Frankreich, die Niederlande und Belgien.

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Fragen zum Strompreis in der Schweiz

Was kostet Strom in der Schweiz heute?
In CH (CH) liegt der Börsenpreis heute im Schnitt bei 21,5 Rp./kWh. Am günstigsten ist es zwischen 23–00 Uhr mit 18,9 Rp./kWh, am teuersten zwischen 08–09 Uhr mit 23,0 Rp./kWh. Dazu kommen Netzentgelte, Abgaben und Mehrwertsteuer.
Wie viel des Stroms in der Schweiz stammt aus der Quelle „Wasserkraft“?
2025 stammten 56 % der Stromerzeugung in der Schweiz aus der Quelle „Wasserkraft“ (BFE). Das ist die größte einzelne Quelle.
Kann ein Schweizer Haushalt seinen Stromlieferanten wählen?
Nein. Nur Endverbraucher mit mindestens 100 MWh Jahresverbrauch, etwa grössere Betriebe, dürfen am freien Markt einkaufen. Haushalte werden vom örtlichen Werk zum festgelegten Jahrestarif grundversorgt. Manche Werke bieten verschiedene Stromprodukte an, zum Beispiel reinen Wasser- oder Solarstrom, der Lieferant selbst ergibt sich aber aus der Adresse.
Warum folgt mein Tarif nicht dem Day-Ahead-Preis auf dieser Seite?
Weil die Tarife der Grundversorgung für ein ganzes Kalenderjahr gelten und auf den eigenen Produktions- und Beschaffungskosten des Werks beruhen, oft Jahre im Voraus eingekauft. Ein starker Anstieg oder Rückgang am Spotmarkt erreicht die Haushalte deshalb, wenn überhaupt, ein Jahr oder später und je nach Werk sehr unterschiedlich.
Was bedeutet es, dass die Schweiz nicht an der EU-Marktkopplung teilnimmt?
In den gekoppelten EU-Zonen werden Preise und grenzüberschreitende Flüsse in einem Schritt berechnet, sodass Strom dorthin fliesst, wo er am meisten wert ist. Die Schweiz führt eine eigene Auktion durch, und die Grenzkapazitäten werden separat vergeben. Die Leitungen werden dadurch weniger effizient genutzt, und der Schweizer Preis kann stärker von dem der Nachbarn abweichen.