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Strompreis in den Niederlanden heute

Der Börsenstrompreis Stunde für Stunde in NL (NL), Freitag, 23. Oktober 2026.

Die Niederlande bilden ein eigenes Gebotsgebiet mit einem Stromsystem im raschen Umbau. Gaskraftwerke erzeugen noch immer mehr Strom als jede andere Quelle, doch Offshore-Wind in der Nordsee und ungewöhnlich viele Solardächer drücken den Großhandelspreis an sonnigen, windigen Tagen unter null. Innerhalb eines Tages kann der Preis von negativ zur Mittagszeit auf teuer am Abend springen.

Für Haushalte zählen Steuern so viel wie der Markt. Die Energiesteuer, energiebelasting, fällt auf jede kWh an, und 21 % Mehrwertsteuer kommen auf Strom und Steuer obendrauf. Dynamische Verträge mit Stundenpreisen sind weit verbreitet, sodass die Kurve auf dieser Seite für viele niederländische Haushalte direkt auf der Rechnung landet.

Heute kostet Strom im Schnitt 13,4 ct/kWh in NL (NL).

LiveQuelle: Bundesnetzagentur | SMARD.de

Gerade jetzt
16,8
ct/kWh, 00–01 Uhr
Heute am günstigsten
7,3
23–00 Uhr
Heute am teuersten
20,5
08–09 Uhr
Durchschnitt
13,4
ct/kWh, ganzer Tag

Stunde für Stunde

Die drei günstigsten Stunden am Stück sind 21–00 Uhr (Durchschnitt 9,1 ct/kWh). Am teuersten ist es 08–09 Uhr.

Günstig (niedrigstes Drittel)MittelTeuer (höchstes Drittel)
Alle Stunden als Tabelle anzeigen
StundeBörsenpreis (ct/kWh)Mit 21 % MwSt.Niveau
00–0116,820,3Teuer
01–0215,418,7Teuer
02–0314,117,0Mittel
03–0413,716,5Mittel
04–0513,215,9Mittel
05–0613,716,6Mittel
06–0715,618,9Teuer
07–0818,322,2Teuer
08–0920,524,9Teuer
09–1017,921,7Teuer
10–1114,317,3Teuer
11–1211,614,1Günstig
12–1310,112,2Günstig
13–149,611,6Günstig
14–1510,712,9Günstig
15–1610,913,2Günstig
16–1711,814,2Günstig
17–1813,115,9Mittel
18–1914,016,9Mittel
19–2014,717,8Teuer
20–2113,115,8Mittel
21–2210,412,6Günstig
22–239,511,5Günstig
23–007,38,9Günstig

Der Börsenpreis ist der Preis an der Strombörse, der Durchschnitt der vier Viertelstundenpreise einer Stunde, ohne Steuern, Abgaben, Netzentgelte und Mehrwertsteuer.

Woher kommt der Strom in den Niederlanden?

Bruttostromerzeugung 2024 nach Energieträgern. Quelle: Eurostat (nrg_bal_peh).

Wind27 %
Solar18 %
Wasserkraft0 %
Kernenergie3 %
Bioenergie6 %
Abfall1 %
Gas36 %
Öl1 %
Kohle, Braunkohle und Torf6 %
Sonstige2 %

Haushaltspreis seit 2023

Durchschnittspreis pro kWh, alles inklusive, für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 2.500–5.000 kWh. Quelle: Eurostat (nrg_pc_204).

Ein Haushalt in den Niederlanden mit einem Jahresverbrauch von 2.500–5.000 kWh zahlte im 1. Halbjahr 2026 durchschnittlich 24,4 ct/kWh, alles inklusive, 2 % mehr als ein Jahr zuvor (Eurostat).

Die Eurostat-Zahl für jedes Halbjahr, einschließlich Steuern, Abgaben, Netzentgelten und Mehrwertsteuer. Wird zweimal im Jahr aktualisiert.

So funktioniert der Strompreis in den Niederlanden

Freier Markt unter Aufsicht der ACM

Der niederländische Day-Ahead-Preis entsteht täglich in der europäischen Marktkopplung, das Übertragungsnetz betreibt TenneT. Einen regulierten Endkundenpreis gibt es nicht. Versorger bieten Festpreisverträge, variable Verträge, deren Preis sie regelmäßig anpassen dürfen, und dynamische Verträge, bei denen der kWh-Preis dem Day-Ahead-Markt folgt. Die Behörde für Verbraucher und Märkte (ACM) beaufsichtigt die Versorger, prüft, ob ihre Tarife angemessen sind, und legt die Regeln für die Netzentgelte von TenneT und den regionalen Netzbetreibern wie Liander, Stedin und Enexis fest.

Energiesteuer, feste Netzkosten und 21 % Mehrwertsteuer

Die Rechnung setzt sich aus den Lieferkosten (kWh-Preis plus feste Liefergebühr), den Netzkosten und Steuern zusammen. Anders als in Deutschland zahlen Haushalte für das Netz einen festen Tagesbetrag, der von der Anschlussgröße abhängt, nicht vom Verbrauch. Die Energiesteuer beträgt 2026 für die ersten 10.000 kWh 0,09161 €/kWh ohne Mehrwertsteuer, und die 21 % Mehrwertsteuer werden auf alles erhoben, auch auf die Steuer. Abgezogen wird anschließend eine feste jährliche Steuerermäßigung je Anschluss, die vor allem Haushalte mit geringem Verbrauch entlastet.

Gaspreis, Meereswind und Mittagssonne

In den Niederlanden liegt der Handelspunkt TTF, dessen Preis als europäischer Referenzwert für Gas gilt, und in den vielen Stunden, in denen Gaskraftwerke den Strompreis setzen, laufen beide gemeinsam. Wind und Sonne wirken in die Gegenrichtung. An hellen Frühjahrs- und Sommertagen erzeugen die Solaranlagen mehr, als das Land verbraucht und exportieren kann, sodass der Preis um die Mittagszeit unter null fällt und nach Sonnenuntergang wieder steigt. Auch das Netz selbst ist zum Engpass geworden: In vielen Regionen warten neue Betriebe auf einen Anschluss.

Gaskraftwerke, Nordseewind und Millionen Solardächer

Gaskraftwerke sind weiterhin die größte einzelne Quelle, ihr Anteil sinkt aber, weil neue Offshore-Windparks in der Nordsee ans Netz gehen und sich Solaranlagen auf Dächern, Feldern und Parkplätzen ausbreiten; pro Kopf gehört die niederländische Solarleistung zu den höchsten in Europa. Kohle ist auf dem Rückzug, ein Gesetz verbietet ihre Verstromung ab 2030. Der einzige Kernreaktor in Borssele liefert einen kleinen Anteil, Biomasse einen Teil des Rests. Die Gasförderung in Groningen, einst eines der größten Felder Europas, ist beendet.

Kabel zu fünf Nachbarn

Die Grenzkuppelstellen nach Deutschland gehören zum Kern des westeuropäischen Netzes, und weil beide Märkte so eng verbunden sind, liegt der niederländische Preis oft nah am deutschen. Unter der Nordsee führt NorNed nach Norwegen, dessen Speicherseen überschüssigen Windstrom aufnehmen und bei Flaute zurückliefern können. COBRAcable verbindet mit Westdänemark, BritNed mit Großbritannien. Im Süden hat Belgien mit seinen Kernkraftwerken eine andere Erzeugungsstruktur als die gas- und solarlastigen Niederlande.

Niederlande im Vergleich mit den Nachbarländern

2024 verteilte sich die Stromerzeugung in den Niederlanden so: 36 % Gas, 27 % Wind und 18 % Solar. Wind, Sonne, Wasser, Kernenergie und Bioenergie lieferten in den Niederlanden zusammen 53 % der Erzeugung.

NiederlandeGas 36 %, Wind 27 %
BelgienKernenergie 41 %, Gas 19 %
DeutschlandWind 27 %, Kohle, Braunkohle und Torf 21 %
GroßbritannienWind 35 %, Gas 32 %
NorwegenWasserkraft 88 %, Wind 9 %

Bruttostromerzeugung 2024 nach Energieträgern. Quelle: Eurostat (nrg_bal_peh). Pumpspeicherstrom ist abgezogen. Vereinigtes Königreich: NESO, historische Erzeugung, ohne Importe und Pumpspeicher.

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Fragen zum Strompreis in den Niederlanden

Was kostet Strom in den Niederlanden heute?
In NL (NL) liegt der Börsenpreis heute im Schnitt bei 13,4 ct/kWh. Am günstigsten ist es zwischen 23–00 Uhr mit 7,3 ct/kWh, am teuersten zwischen 08–09 Uhr mit 20,5 ct/kWh. Dazu kommen Netzentgelte, Abgaben und Mehrwertsteuer.
Was zahlt ein durchschnittlicher Haushalt in den Niederlanden für Strom?
Ein Haushalt in den Niederlanden mit einem Jahresverbrauch von 2.500–5.000 kWh zahlte laut Eurostat im 1. Halbjahr 2026 durchschnittlich 24,4 ct/kWh pro kWh, alles inklusive. Der Preis hängt vom Netzbetreiber und vom Vertrag ab.
Wie viel des Stroms in den Niederlanden stammt aus der Quelle „Gas“?
2024 stammten 36 % der Stromerzeugung in den Niederlanden aus der Quelle „Gas“ (Eurostat). Das ist die größte einzelne Quelle.
Was ändert sich, wenn die Saldierung endet?
Bis Ende 2026 dürfen Haushalte mit Solaranlage den eingespeisten Strom mit dem bezogenen verrechnen, kWh gegen kWh, einschließlich Energiesteuer und Mehrwertsteuer. Ab 1. Januar 2027 fällt diese salderingsregeling weg: Eingespeister Strom wird vom Versorger vergütet, und jede bezogene kWh wird voll berechnet. Den Solarstrom selbst zu verbrauchen, lohnt sich dann mehr als die Einspeisung.
Was ist die belastingvermindering?
Eine feste jährliche Steuerermäßigung für jeden Anschluss mit Wohnfunktion, die unabhängig vom Verbrauch auf der Energierechnung abgezogen wird. Die Regierung legt den Betrag jedes Jahr fest. Für einen Haushalt mit niedrigem Verbrauch gleicht sie einen großen Teil der Energiesteuer aus, für Vielverbraucher fällt sie weniger ins Gewicht.
Warum hängen die Netzkosten nicht vom Verbrauch ab?
Bei kleinen Anschlüssen berechnen die regionalen Netzbetreiber einen festen Tagesbetrag nach der Kapazität des Anschlusses statt eines Preises je kWh, weil die Netzkosten vor allem von der Kapazität bestimmt werden. Wer Strom spart, senkt also Lieferkosten und Energiesteuer, nicht aber die Netzkosten.