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Strompreis in Norwegen heute

Der Börsenstrompreis Stunde für Stunde in Südnorwegen (NO2), Freitag, 23. Oktober 2026.

Fast der gesamte norwegische Strom stammt aus Wasserkraft, und doch zahlen die Norweger keinen einheitlichen Preis. Das Land ist in fünf Gebotszonen geteilt, NO1 bis NO5, und seit 2021 hat der Süden oft ein Vielfaches des Nordens bezahlt. Zwei staatliche Regelungen prägen zudem die Haushaltsrechnung: die strømstøtte, die den Großteil des Spotpreises oberhalb einer Schwelle übernimmt, und die Norgespris, ein frei wählbarer Festpreis.

Die Seite zeigt die Stundenpreise für NO2, den Süden um Kristiansand und Stavanger. Dort landen die Seekabel nach Deutschland, Dänemark, in die Niederlande und nach Großbritannien an, daher folgt NO2 den europäischen Preisen am stärksten.

Heute kostet Strom im Schnitt 144,0 øre/kWh in Südnorwegen (NO2).

LiveQuelle: Energi Data Service (Energinet)Kurs: EZB 22.10.2026

Die Seite zeigt nur Südnorwegen (NO2). Die Preise der übrigen Gebotszonen in Norwegen dürfen nicht frei weiterverwendet werden.

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øre/kWh, 00–01 Uhr
Heute am günstigsten
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23–00 Uhr
Heute am teuersten
176,6
08–09 Uhr
Durchschnitt
144,0
øre/kWh, ganzer Tag

Stunde für Stunde

Die drei günstigsten Stunden am Stück sind 21–00 Uhr (Durchschnitt 112,5 øre/kWh). Am teuersten ist es 08–09 Uhr.

Günstig (niedrigstes Drittel)MittelTeuer (höchstes Drittel)
Alle Stunden als Tabelle anzeigen
StundeBörsenpreis (øre/kWh)Mit 25 % MwSt.Niveau
00–01159,8199,7Teuer
01–02159,0198,7Teuer
02–03155,2194,0Mittel
03–04155,7194,6Teuer
04–05151,4189,2Mittel
05–06154,7193,3Mittel
06–07160,1200,2Teuer
07–08173,9217,4Teuer
08–09176,6220,8Teuer
09–10172,0215,0Teuer
10–11157,3196,6Teuer
11–12144,9181,2Mittel
12–13130,4162,9Günstig
13–14129,2161,5Günstig
14–15128,2160,3Günstig
15–16129,2161,5Günstig
16–17135,2168,9Günstig
17–18142,6178,3Mittel
18–19142,2177,7Mittel
19–20138,9173,6Mittel
20–21122,3152,9Günstig
21–22118,7148,4Günstig
22–23117,1146,4Günstig
23–00101,6127,0Günstig

Der Börsenpreis ist der Preis an der Strombörse, der Durchschnitt der vier Viertelstundenpreise einer Stunde, ohne Steuern, Abgaben, Netzentgelte und Mehrwertsteuer. Umgerechnet mit dem Referenzkurs der EZB vom 22.10.2026: 1 EUR = 10,4880 NOK. Die Kurse der EZB sind frei nutzbar.

Woher kommt der Strom in Norwegen?

Bruttostromerzeugung 2024 nach Energieträgern. Quelle: Eurostat (nrg_bal_peh).

Wind9 %
Solar0 %
Wasserkraft88 %
Bioenergie0 %
Abfall0 %
Gas1 %
Öl0 %
Sonstige1 %

Haushaltspreis seit 2023

Durchschnittspreis pro kWh, alles inklusive, für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 2.500–5.000 kWh. Quelle: Eurostat (nrg_pc_204).

Ein Haushalt in Norwegen mit einem Jahresverbrauch von 2.500–5.000 kWh zahlte im 1. Halbjahr 2026 durchschnittlich 222,6 øre/kWh, alles inklusive, 4 % weniger als ein Jahr zuvor (Eurostat).

Die Eurostat-Zahl für jedes Halbjahr, einschließlich Steuern, Abgaben, Netzentgelten und Mehrwertsteuer. Wird zweimal im Jahr aktualisiert.

So funktioniert der Strompreis in Norwegen

Fünf Zonen zwischen Oslo und Tromsø

Die Zonen heißen NO1 (Osten mit Oslo), NO2 (Süden), NO3 (Mittelnorwegen mit Trondheim), NO4 (Norden) und NO5 (Westen mit Bergen). Die Preise entstehen am Vortag im nordischen Day-Ahead-Markt, der mit dem übrigen Europa gekoppelt ist; sind die Leitungen zwischen den Zonen ausgelastet, gehen die Preise auseinander. Der Norden hat meist einen Überschuss, den er nicht nach Süden schicken kann, deshalb sind NO3 und NO4 oft günstiger.

Statnett betreibt das Übertragungsnetz. Die Regulierungsbehörde RME, Teil der Energiebehörde NVE, reguliert die Netzbetreiber und überwacht den Markt. Die Endkundenpreise sind frei, Haushalte können aber zwischen Spotpreis mit strømstøtte und der staatlichen Norgespris wählen.

Nettleie, Verbrauchsabgabe, strømstøtte und Norgespris

Die Rechnung setzt sich aus dem Strompreis des Lieferanten und der nettleie des örtlichen Netzbetreibers zusammen. Seit Juli 2022 hat die nettleie einen Fixanteil, der sich nach den höchsten Stundenlasten des Haushalts richtet, und einen Arbeitspreis je kWh. Über sie werden auch die Verbrauchsabgabe (forbruksavgift) von 7,13 Øre je kWh im Jahr 2026, ganzjährig gleich, und die Enova-Abgabe von 1 Øre je kWh erhoben. Darauf kommen 25 % Mehrwertsteuer, außer für Haushalte in Nordland, Troms und Finnmark, die auf Strom keine zahlen. Finnmark und die tiltakssone in Nord-Troms sind zudem von der Verbrauchsabgabe befreit.

Bei der strømstøtte zahlt der Staat 90 % des Spotpreises oberhalb von 77 Øre je kWh ohne Mehrwertsteuer, Stunde für Stunde, für bis zu 5.000 kWh im Monat je Messpunkt. Die Norgespris ersetzt Spotpreis und Stütze durch einen Festpreis von 40 Øre je kWh ohne Mehrwertsteuer (50 Øre mit); sie ist bis zum 31. Dezember 2026 wählbar.

Speicherseen, Schnee und Exportkabel

Die wichtigste Größe am norwegischen Markt ist der Füllstand der Speicherseen. Schnee in den Bergen, Herbstregen und die Schneeschmelze bestimmen, wie viel Wasser die Erzeuger haben, und sie bewerten dieses Wasser danach, was es später einbringen könnte. Ein trockenes Jahr oder wenig Schnee hebt die Preise, ein nasses senkt sie.

Im Süden verbinden die Kabel das norwegische Wasser mit europäischem Gas und Wind. Sind die Preise auf dem Kontinent hoch, wird exportiert und der Süden zieht mit; liefern Deutschland und Dänemark viel Windstrom, drücken Importe die Preise. Auch Kälte zählt, denn die meisten norwegischen Wohnungen werden elektrisch beheizt.

Ein Wasserkraftland mit wachsendem Windanteil

Wasserkraft dominiert vollständig: mehr als tausend Kraftwerke, von großen Speicheranlagen im Gebirge bis zu kleinen Laufwasserkraftwerken. Weil sich Wasser speichern lässt, kann Norwegen bei niedrigen Preisen Produktion zurückhalten und bei steigenden Preisen liefern. Das macht das Land zum flexiblen Partner seiner Nachbarn.

Windkraft, überwiegend an Land, liefert den Großteil des Rests. Gaskraftwerke spielen kaum eine Rolle, Solarstrom ist noch klein. In einem normalen Jahr erzeugt Norwegen mehr Strom, als es verbraucht, und exportiert den Überschuss.

Norwegen im Vergleich mit Deutschland und dem Norden

Über NordLink ist Norwegen direkt mit Deutschland verbunden: Bei viel Wind fließt deutscher Strom nach Norden, bei Flaute norwegische Wasserkraft nach Süden. Auch Dänemark, fast ohne Speicher und stark vom Wind abhängig, nutzt Norwegen auf diese Weise.

Schweden hat ebenfalls viel Wasserkraft, ergänzt sie aber durch Kernkraft; norwegische und schwedische Zonen liegen oft nahe beieinander. NorNed in die Niederlande und North Sea Link nach Großbritannien binden den Süden an weitere Gasmärkte. Diese Kabel erklären vor allem, warum NO2 weit mehr kosten kann als NO4.

Norwegen im Vergleich mit den Nachbarländern

2024 verteilte sich die Stromerzeugung in Norwegen so: 88 % Wasserkraft, 9 % Wind und 1 % Gas. Wind, Sonne, Wasser, Kernenergie und Bioenergie lieferten in Norwegen zusammen 98 % der Erzeugung.

NorwegenWasserkraft 88 %, Wind 9 %
SchwedenWasserkraft 37 %, Kernenergie 29 %
DänemarkWind 58 %, Bioenergie 21 %
FinnlandKernenergie 39 %, Wind 25 %
DeutschlandWind 27 %, Kohle, Braunkohle und Torf 21 %

Bruttostromerzeugung 2024 nach Energieträgern. Quelle: Eurostat (nrg_bal_peh). Pumpspeicherstrom ist abgezogen.

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Fragen zum Strompreis in Norwegen

Was kostet Strom in Norwegen heute?
In Südnorwegen (NO2) liegt der Börsenpreis heute im Schnitt bei 144,0 øre/kWh. Am günstigsten ist es zwischen 23–00 Uhr mit 101,6 øre/kWh, am teuersten zwischen 08–09 Uhr mit 176,6 øre/kWh. Dazu kommen Netzentgelte, Abgaben und Mehrwertsteuer.
Was zahlt ein durchschnittlicher Haushalt in Norwegen für Strom?
Ein Haushalt in Norwegen mit einem Jahresverbrauch von 2.500–5.000 kWh zahlte laut Eurostat im 1. Halbjahr 2026 durchschnittlich 222,6 øre/kWh pro kWh, alles inklusive (rund 19,9 ct/kWh zum heutigen Kurs). Der Preis hängt vom Netzbetreiber und vom Vertrag ab.
Wie viel des Stroms in Norwegen stammt aus der Quelle „Wasserkraft“?
2024 stammten 88 % der Stromerzeugung in Norwegen aus der Quelle „Wasserkraft“ (Eurostat). Das ist die größte einzelne Quelle.
Warum zeigt die Seite nur NO2?
Die Strombörse veröffentlicht Preise für alle fünf norwegischen Zonen, doch die Preise für NO1, NO3, NO4 und NO5 dürfen nicht frei weiterverbreitet werden. Gezeigt wird NO2, das aus einer Quelle stammt, die das erlaubt. NO1 und NO5 liegen oft nahe an NO2, NO3 und NO4 sind meist günstiger.
Was unterscheidet Norgespris und strømstøtte?
Mit strømstøtte zahlt man den Spotpreis, und der Staat übernimmt Stunde für Stunde 90 % des Anteils über 77 Øre je kWh ohne Mehrwertsteuer. Mit Norgespris zahlt man unabhängig vom Markt 40 Øre je kWh ohne Mehrwertsteuer und erhält keine strømstøtte. Nettleie und Abgaben fallen in beiden Fällen an.
Warum ist Strom in Nordnorwegen billiger?
Der Norden erzeugt mehr, als er verbraucht, und die Leitungen nach Süden sind begrenzt, daher ist der Spotpreis in NO4 meist niedriger. Zudem zahlen Haushalte in Nordland, Troms und Finnmark keine Mehrwertsteuer auf Strom, und Finnmark sowie die tiltakssone in Nord-Troms keine Verbrauchsabgabe.