Zum Inhalt springen

Strompreis in Österreich heute

Der Börsenstrompreis Stunde für Stunde in AT (AT), Freitag, 23. Oktober 2026.

Seit dem 1. Oktober 2018 hat Österreich einen eigenen Strompreis – an diesem Tag wurde die gemeinsame deutsch-österreichische Preiszone aufgetrennt. Mehr als die Hälfte des Stroms liefert die Wasserkraft: Laufkraftwerke an Donau, Inn und Drau sowie Speicher- und Pumpspeicherkraftwerke in den Alpen. Schneeschmelze und Niederschlag prägen den Day-Ahead-Preis darum ebenso wie der Gaspreis, und meist bewegt er sich eng mit dem deutschen.

Atomstrom hat Österreich nie erzeugt, das letzte Kohlekraftwerk ging 2020 vom Netz. Laut Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz soll der Stromverbrauch ab 2030 bilanziell zur Gänze aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden.

Heute kostet Strom im Schnitt 21,9 ct/kWh in AT (AT).

LiveQuelle: Bundesnetzagentur | SMARD.de

Gerade jetzt
20,7
ct/kWh, 00–01 Uhr
Heute am günstigsten
13,0
13–14 Uhr
Heute am teuersten
29,4
07–08 Uhr
Durchschnitt
21,9
ct/kWh, ganzer Tag

Stunde für Stunde

Die drei günstigsten Stunden am Stück sind 11–14 Uhr (Durchschnitt 13,8 ct/kWh). Am teuersten ist es 07–08 Uhr.

Günstig (niedrigstes Drittel)MittelTeuer (höchstes Drittel)
Alle Stunden als Tabelle anzeigen
StundeBörsenpreis (ct/kWh)Niveau
00–0120,7Günstig
01–0220,7Günstig
02–0320,9Mittel
03–0420,9Günstig
04–0520,9Mittel
05–0623,6Mittel
06–0726,6Teuer
07–0829,4Teuer
08–0925,9Teuer
09–1023,1Mittel
10–1119,0Günstig
11–1215,0Günstig
12–1313,3Günstig
13–1413,0Günstig
14–1516,7Günstig
15–1620,2Günstig
16–1724,9Teuer
17–1824,4Mittel
18–1925,0Teuer
19–2024,5Teuer
20–2126,9Teuer
21–2225,3Teuer
22–2322,4Mittel
23–0021,5Mittel

Der Börsenpreis ist der Preis an der Strombörse, der Durchschnitt der vier Viertelstundenpreise einer Stunde, ohne Steuern, Abgaben, Netzentgelte und Mehrwertsteuer.

Woher kommt der Strom in Österreich gerade?

Stromerzeugung in Österreich um 23:30 Uhr, nach Energieträgern. Die Zahlen von SMARD hinken 3–4 Stunden hinterher.

81 %der Erzeugung kommen gerade aus Wasserkraft und Gas · insgesamt 4.014 MW
Wind440 MW11 %
Wasserkraft1.876 MW47 %
Bioenergie200 MW5 %
Gas1.376 MW34 %
Sonstige122 MW3 %

Bundesnetzagentur | SMARD.de, CC BY 4.0

Haushaltspreis seit 2023

Durchschnittspreis pro kWh, alles inklusive, für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 2.500–5.000 kWh. Quelle: Eurostat (nrg_pc_204).

Ein Haushalt in Österreich mit einem Jahresverbrauch von 2.500–5.000 kWh zahlte im 1. Halbjahr 2026 durchschnittlich 32,6 ct/kWh, alles inklusive, 12 % mehr als ein Jahr zuvor (Eurostat).

Die Eurostat-Zahl für jedes Halbjahr, einschließlich Steuern, Abgaben, Netzentgelten und Mehrwertsteuer. Wird zweimal im Jahr aktualisiert.

So funktioniert der Strompreis in Österreich

Eigene Preiszone seit 2018, E-Control als Regulator

Lange handelten Österreich und Deutschland Strom, als wären sie ein Land. Weil die Leitungen über die Grenze diesen Handel nicht vollständig bewältigen konnten, wurde die Zone geteilt; seither ermittelt die europäische Marktkopplung für Österreich einen eigenen Preis je Stunde. In Wien sitzt mit der EXAA eine eigene Strombörse. Die Regulierungsbehörde E-Control legt die Netztarife fest, das Übertragungsnetz betreibt die Austrian Power Grid (APG). Den Lieferanten dürfen Haushalte seit 2001 frei wählen; meist gilt ein fixer oder regelmäßig angepasster Energiepreis, stündliche Tarife sind ein Nischenprodukt.

Netzbereich, Elektrizitätsabgabe und Erneuerbaren-Förderung

Ein guter Teil der Rechnung hängt vom Wohnort ab. E-Control legt die Systemnutzungsentgelte für jeden Netzbereich fest, sodass ein Haushalt in Wien andere Netzkosten trägt als einer in Kärnten oder Tirol. Dazu kommen die Elektrizitätsabgabe des Bundes, die Erneuerbaren-Förderpauschale und der Erneuerbaren-Förderbeitrag, in manchen Gemeinden eine Gebrauchsabgabe und schließlich die Umsatzsteuer.

Von Dezember 2022 bis Ende 2024 hat der Staat über den Stromkostenzuschuss, die sogenannte Strompreisbremse, einen Grundverbrauch je Haushalt verbilligt. Diese Hilfe ist ausgelaufen.

Wasserführung, Gas und der Sog des deutschen Marktes

Das Jahr folgt einem Rhythmus. Ab dem späten Frühjahr füllt das Schmelzwasser die Flüsse, und die Laufkraftwerke liefern auf Hochtouren; im Winter sinkt die Wasserführung, Österreich importiert mehr, und Gaskraftwerke springen häufiger an, was den Preis meist hebt. Speicher- und Pumpspeicherwerke kaufen billigen Strom, wenn deutscher Wind- und Solarstrom den Markt flutet, und speisen ihn am Abend wieder ein. Weil das österreichische Netz eng mit dem deutschen verflochten ist, gehen die Preise vor allem dann auseinander, wenn die Grenzkuppelstellen ausgelastet sind.

Flüsse, Speicherseen und immer mehr Wind und Sonne

Das Rückgrat ist die Wasserkraft. Die Kette der Donaukraftwerke liefert gleichmäßige Grundlast, hochalpine Speicher wie in Kaprun oder im Maltatal halten Energie für teure Stunden vor. Windräder drehen sich vor allem im flachen Osten, in Niederösterreich und im Burgenland, und Photovoltaik hat sich auf den Dächern rasch ausgebreitet. Den Rest decken Gaskraftwerke und Biomasse aus den heimischen Wäldern. Kernkraft gibt es keine, und seit der Stilllegung des Kohleblocks Mellach 2020 auch keine Kohle mehr.

Österreich und seine Nachbarn

Deutschland, mit dem Österreich bis 2018 einen Preis teilte, gibt mit Wind, Sonne, Kohle und Gas den Takt vor; seine Preise schwappen fast Stunde für Stunde über die Grenze. Tschechien setzt weiter auf Kohle und Kernkraft, was Österreich seit Langem kritisiert. Die Schweiz ähnelt Österreich mit ihren Speicherseen, hat aber zusätzlich Kernkraftwerke, während Italien stark von Gas und von Importen aus dem Norden abhängt, die teils über österreichische Leitungen fließen.

Österreich im Vergleich mit den Nachbarländern

2024 verteilte sich die Stromerzeugung in Österreich so: 53 % Wasserkraft, 12 % Wind und 10 % Solar. Wind, Sonne, Wasser, Kernenergie und Bioenergie lieferten in Österreich zusammen 81 % der Erzeugung.

ÖsterreichWasserkraft 53 %, Wind 12 %
DeutschlandWind 27 %, Kohle, Braunkohle und Torf 21 %
SchweizWasserkraft 56 %, Kernenergie 27 %
TschechienKernenergie 41 %, Kohle, Braunkohle und Torf 36 %
UngarnKernenergie 42 %, Solar 24 %

Bruttostromerzeugung 2024 nach Energieträgern. Quelle: Eurostat (nrg_bal_peh). Pumpspeicherstrom ist abgezogen. Schweiz: BFE, Schweizerische Elektrizitätsbilanz; Speicherwasserkraft enthält Pumpspeicher.

Mein Strompreis deckt Österreich noch nicht ab

Mein Strompreis zeigt Stundenpreise für diese Länder: Dänemark, Norwegen, Schweden, Deutschland, Frankreich, Niederlande und Belgien.

Mein Strompreis

Mein Strompreis gibt es für Dänemark, Norwegen, Schweden, Deutschland, Frankreich, die Niederlande und Belgien.

Laden im App StoreJetzt bei Google Play

Fragen zum Strompreis in Österreich

Was kostet Strom in Österreich heute?
In AT (AT) liegt der Börsenpreis heute im Schnitt bei 21,9 ct/kWh. Am günstigsten ist es zwischen 13–14 Uhr mit 13,0 ct/kWh, am teuersten zwischen 07–08 Uhr mit 29,4 ct/kWh. Dazu kommen Netzentgelte, Abgaben und Mehrwertsteuer.
Was zahlt ein durchschnittlicher Haushalt in Österreich für Strom?
Ein Haushalt in Österreich mit einem Jahresverbrauch von 2.500–5.000 kWh zahlte laut Eurostat im 1. Halbjahr 2026 durchschnittlich 32,6 ct/kWh pro kWh, alles inklusive. Der Preis hängt vom Netzbetreiber und vom Vertrag ab.
Wie viel des Stroms in Österreich stammt aus der Quelle „Wasserkraft“?
2024 stammten 53 % der Stromerzeugung in Österreich aus der Quelle „Wasserkraft“ (Eurostat). Das ist die größte einzelne Quelle.
Warum hat Österreich seit 2018 einen eigenen Strompreis?
Bis zum 30. September 2018 bildeten Deutschland, Österreich und Luxemburg eine Gebotszone mit einem einzigen Preis. Die Leitungen zwischen Deutschland und Österreich konnten den Handel, den das erlaubte, nicht tragen, und die Ströme belasteten auch Netze in Nachbarländern. Deshalb wurde die Zone am 1. Oktober 2018 geteilt. Der österreichische Preis liegt oft nahe am deutschen, weicht bei Engpässen an der Grenze aber ab.
Warum gibt es in Österreich keine Atomkraft?
In Zwentendorf an der Donau wurde ein Kernkraftwerk fertig gebaut, doch bei der Volksabstimmung im November 1978 stimmte eine knappe Mehrheit gegen die Inbetriebnahme. Es hat nie Strom geliefert. Noch im selben Jahr verbot das Atomsperrgesetz die Kernenergie, und 1999 wurde das atomfreie Österreich in einem Verfassungsgesetz festgeschrieben.
Ist Strom in Österreich im Sommer billiger als im Winter?
Im Großhandel häufig ja. Vom Frühjahr bis in den Spätsommer füllen Schmelzwasser und Regen die Flüsse, und die Photovoltaik erreicht ihren Höchststand; im Winter sinkt die Wasserkraft, und Importe und Gaskraftwerke springen ein. Die meisten Haushaltsverträge gleichen das über das Jahr aus, sichtbar wird der Unterschied vor allem im Day-Ahead-Preis und in stündlichen Tarifen.